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The 50 something Journal

Nikon FM2N mit Zeiss Plane 1,4/50mm

Ich hatte schon immer einen Faible für 50mm Objektive und deren Eigenschaften. Sei es die Perspektive oder die Tiefenunschärfe, die damit erreicht werden kann. Es passt einfach. Mein Werkzeug der Wahl.


Acker-Witwenblume

Nahaufnahme einer violetten Blüte einer Acker-Witwenblume. Aus dem gewölbten Blütenkopf ragen feine Staubfäden mit rosa Staubbeuteln. Der behaarte Stängel steht vor einem unscharfen, hellgrünen Hintergrund.
Violette Acker-Witwenblume mit rosa Staubbeuteln.

Der Hintergrund ist so cremig, dass man fast reinbeißen möchte.

Ich bin mir zur Abwechslung mal ziemlich sicher, dass es sich um eine Acker-Witwenblume handelt. Ein behaarter Stängel und das flache, leicht gewölbte Blütenköpfchen aus vielen Einzelblüten und die rosa Staubbeutel auf langen Fäden sprechen dafür. Aber wie immer gilt: Alle Angaben ohne Gewähr.

Oh, wie ich diesen Ausdruck als kleines Kind madig fand: Alle Angaben ohne Gewähr. Als martialer kleiner Stöpsel habe ich natürlich „Gewehr“ verstanden und später verstehen wollen…

Blumen gehen immer

Für die Kopien habe ich gerade mal einen Euro bezahlt. Ich hätte gar nicht zur Bank gehen müssen, um Bargeld zu holen. Und nächstes Wochenende kaufe ich mir dann einen passenden Umschlag1 für die kopierten Unterlagen.


Der Weg nach Hause war der beschwerliche Teil des Ausflugs. Linientrennung und Ersatzverkehr. Nach 20 Minuten hatte ich keine Lust mehr, auf den Ersatzbus zu warten, und ich bin ein paar hundert Meter gelaufen, um mit irgendeinem Bus durch die Karpaten zurück ins Dorf zu fahren.

Update: In der Presse ist von einem Wohnungsbrand an der Hattinger Straße die Rede. Das erklärt den Ersatzverkehr mit Bussen:


Gestern Abend habe ich mir Supergirl angeschaut und entgegen dem allgemeinen Geheule im Internet hat mir der Film gefallen. Sogar recht gut. Von DC bin ich meist nur dröges Zeug gewohnt. Filme, die sich selbst zu ernst nehmen. Supergirl war eine angenehme Abwechslung.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich Superman (2025) noch nicht gesehen habe. Nathan Fillion spielt dort mit. Vielleicht ist der Film ja auch etwas weniger verkrampft.


  1. Vermutlich ist das eher ein Hunderttausenderpack. ↩︎

2016 Yiwu Wang Bing Gushu Sheng

Lose, dunkelbraune Teeblätter eines aufgebrochenen Pu-Erh-Fladens liegen verstreut auf einer hellen Fläche. Rechts daneben liegt ein Pu-Erh-Messer mit gemusterter Metallklinge, Messingring und dunklem, verziertem Griff.
Aufgebrochener Sheng Pu Erh aus Yiwu von alten Teebäumen, daneben ein Pu-Erh-Messer mit Damastklinge und geschnitztem Holzgriff.

Ein Blatt Papier mag unter traditionellen Aspekten nicht die beste Unterlage sein, um Pu-Erh aufzubrechen. Aber auch nicht die unpraktischste. Beim letzten Mal wusste ich noch, wo das Tablett für den Pu-Erh-Bruch ist. Der Kontrast zu dem Pu-Erh-Messer ist mir durchaus bewusst.

Dieses Mal ist es kein kleines 10‑g-Probierpäckchen, sondern satte 50 Gramm. Ich habe also ausreichend Tee, um ein ordentliches Verhältnis von Menge und Aufgusszeit zu ermitteln.

Wie die meisten Gushus ist der Tee auf meiner Linie. Und wie beim letzten Mal habe ich mit dem klassischen Aufguss angefangen: 10 g für einen Gaiwan mit ca. 120 ml. Erster Aufguss mit 15 Sekunden, die anschließenden ab 10 Sekunden und immer ein paar Sekunden mehr.

Kurze Aufgusszeiten finde ich angenehm. Das geht ungezwungen ohne einen Teetimer. 10 bis 20 Sekunden kann ich noch ohne Hilfsmittel gut abpassen. Über 30 Sekunden muss man schon mitzählen. Oder einfachheitshalber einen Timer benutzen.

Ein Paar neue Schuhe

Mesa Trail Ii
Mesa Trail Ii

Neue Schuhe. So weit nichts Besonderes, das kommt alle 10 bis 15 Jahre mal vor. Aber diese sind nicht schwarz; nicht mal dunkel. Und das ist eher eine Seltenheit. Ich habe mich wieder für einen Barfußschuh entschieden. Die sind einfach zu bequem. Bei diesem wollte ich allerdings eine griffigere Sohle, die auch in etwas unwegsamerem Gelände funktioniert. Bin mal gespannt, wie sich eine heller Schuh am Fuß anfüht.

Kubus // Museum unter Tage

Manchmal gehe ich nicht auf direktem Weg ins Dorf, sondern auf Abwegen. Dann komme ich am Kubus und dem Museum unter Tage vorbei.

Im Hintergrund sind der Kubus und davor das Museum. Es ist nur an den beiden grauen Klötzen zu erkennen. Der Rest ist, wie der Name nahelegt, untertage.

Museum Unter Tage Und Kubus
Museum Unter Tage Und Kubus

Der kleine Weiher im Schlosspark Weitmar. Auf dem Foto kann man die vereinzelten Kunststoff-Ufermatten sehen, die den Übergang zum Wasser stabilisieren und eine naturnahe Uferbepflanzung ermöglichen, ohne das Erdreich abzuschwemmen.

Kubus
Kubus

Primel

Rosa Primelblüte mit gekerbten Blütenblättern und weißem Zentrum vor unscharfem blauem Hintergrund.
Primel

Wenn du den Hintergrund als türkisblau wahrnimmst, hast du eine evtl. Farbschwäche.

Oder jemand hat bei Color Efex an der Kurbel gedreht.

Tillandsia Usneoides

Nahaufnahme der fädigen, korkenzieherartig gewundenen Triebe von Tillandsia usneoides mit silbrig-grauer Behaarung vor unscharfem grünem Hintergrund.
Tillandsia Usneoides

Makroaufnahme von Tillandsia usneoides, dem Louisianamoos. Die dünnen, korkenzieherartig gewundenen Triebe mit dem silbrig-grauen Schimmer sind typisch für diese wurzellose Hängepflanze.

Der graue Flaum sind die Saugschuppen (Trichome), über die die Pflanze Wasser und Nährstoffe direkt aus der Luft aufnimmt. Wurzeln braucht sie ja praktisch keine. Die feine Behaarung ist an den schärfsten Trieben gut zu erkennen.

Das Foto habe ich in einem der Gewächshäuser im Botanischen Garten der RUB aufgenommen. Louisianamoos, wie der Name schon vermuten lässt, hängt in unserer Region kaum einfach so herum.

Es wird mal wieder Zeit für ein Foto aus Venedig.

Ein mit Kisten voller Obst und Gemüse beladenes Boot liegt unter einer weißen Plane an einem venezianischen Kanal, daneben mehrere vertäute Motorboote und alte Wohnhäuser.
Bootsverkauf

Ein kleines Boot als Verkaufsfläche. Es ist sogar auf OpenStreetMap als Obst- und Gemüsehändler eingetragen. Vielleicht habe ich den Händler auch nicht zum ersten Mal fotografiert.

Ich mag diese Ecke von Venedig. Der Stadtteil Castello ist weit genug vom Piazzale Roma entfernt, sodass die Tagestouristen sich bis hierher etwas verlaufen haben.

Rechts sieht man die breite Via Giuseppe Garibaldi. Eine richtig gediegene Einkaufsstraße mit zwei kleinen Supermärkten, Apotheken und natürlich einigen Kneipen. Wenn ich mein Hotel nicht gerade auf der anderen Seite der Stadt habe, mag ich es, hier einzukaufen.

Dach

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme geometrischer Betondächer, die sich vor einem stark bewölkten Himmel erhebt.
Dach

Ein Ausschnitt des Daches vom Audimax Bochum vor dramatischen Wolken.

Ein Schuss aus der Hüfte. Als ich vor Wochen im Botanischen Garten war, habe ich das Foto auf dem Rückweg gemacht. Normalerweise betrete ich den Garten über die Uni und verlasse ihn am Eingang bei den Teichen. An dem Tag nicht, der Heimweg zu Fuß über Haarmannsbusch, Kemnader Straße und Natorpstraße war mir zu lang, und ich bin mit dem Bus zurück von der Uni Richtung Weitmar gefahren.

Fingerkraut

Blüte des Himalaya-Fingerkrauts mit fünf blutroten Kronblättern und dunklen Staubblättern vor grünem Hintergrund.
Potentilla atrosanguinea

Blüte des Himalaja-Fingerkrauts mit blutroten, dunkel geaderten Kronblättern und purpurfarbenen Staubblättern, aufgenommen im Botanischen Garten Bochum.

Na ja, ich nehme stark an, dass es sich um ein Himalaja-Fingerkraut handelt. Die Bildersuchen bei Bing und Google sind sich einig. Auch Claude kam mit diesem Ergebnis einher. Wobei sich Claude bei Pflanzenbestimmung bisweilen auch bei hoher Konfidenz etwas täuschen kann. Würde ich nur daran denken, die kleinen Schilder im Botanischen Garten zu fotografieren, müsste ich mir Wochen später nicht den Kopf darüber zerbrechen.