Blumen Gehen Immer
Erster Schnappschuß

Einer meiner ersten Schnappschüsse mit dem Voigtländer 40mm/1:1,2 Nokton, das ich mir vor ein paar Tagen zugelegt habe. Eigentlich hatte ich Versand ausgewählt. Aber am Samstag war ich in der Innenstadt, und zum Glück war das Objektiv noch nicht rausgegangen, sodass ich es im Laden abholen und am Samstagnachmittag gleich ein bisschen damit herumspielen konnte.
Natürlich war eines meiner ersten Fotos eine Blume. Mir gefällt, wie cremig das Bokeh bei Offenblende ausfällt. Die Naheinstellgrenze liegt bei etwa 30 cm, man kommt also ziemlich nah an das Motiv heran. Der Abbildungsmaßstab von 1:6,2 macht daraus allerdings noch kein echtes Makroobjektiv. Aber das ist auch in Ordnung. Dafür habe ich es auch nicht gekauft. Vielleicht macht sich gut an der Z7 als Immerdrauf.
Auf der anderen Seite
Kleine Taglilien Serie
Zwei Makroaufnahmen von zwei Taglilien (Hemerocallis) mit leuchtend gelbem und rotem Schlund vor tiefschwarzem Hintergrund.
Die Fotos von Blumen mit dunklem Hintergrund sind mittlerweile zu einer kleinen Serie herangewachsen. Im Fotoblog fällt es besonders auf. Wobei das weniger einer Absicht als dem sonnigen Wetter geschuldet ist.
Es gibt nicht viel nachzubearbeiten: Ich passe lediglich die Graduationskurve so an, dass der rechte Rand die erste rechts Anhebung trifft, ohne Farben ausbrennen zu lassen. Dann vielleicht noch ein wenig Vignettierung und Kontrast, und das war es dann auch schon.
Biene und Lauch
Sonnenhut
Zwischen Sandstein und Sommerwiese
Sonnenhut in Schwarzweiß

Ein Beitrag zu meiner monochromen Flora-Serie. Schwarzweiß-Makro einer Sonnenhutblüte vor dunklem Hintergrund. Die schmalen Zungenblüten strahlen vom stark strukturierten Blütenkegel aus.
Seerose
Seerose mit Wassertropfen

Der Lotus war die Ausnahme. Ab jetzt wieder Seerosen.
Nahaufnahme einer blassgelben Seerose mit leuchtend gelbem Blütenkern und feinen Wassertropfen. Die Rose habe ich im hellen Sonnenlicht aufgenommen. Man kann die harten Schatten auf den Blättern erkennen. Der Hintergrund und das Wasser werden automatisch dunkel, wenn die Rose nicht ETR belichtet, sondern an der rechten Kante im mittleren Drittel des Histogramms hält.
Lotus
Helle Seerose
Seerose

Die exakte Sorte steht auf dem kleinen Schild, das nur eine Handbreit neben der Rose aus dem Wasser ragte und ich wieder mal nicht fotografiert habe.
An den Gewächshäusern des Botanischen Gartens liegt ein kleines Bassin mit den schönsten Seerosen und Lotus. Das allein ist schon einen Ausflug zum Garten wert. Wenn man regelmäßig dort ist, trifft man auch immer wieder mal die gleichen Fotografen und kommt ins Gespräch. Es fühlt sich beinahe wie ein kleiner, ungezwungener Klub ohne Satzungen an. Man tauscht sich über nette Locations außerhalb des Gartens aus und redet über dies und das. Und gerade bei den Leuten in meinem Alter fällt auf, dass erfreulich wenig bis gar nicht über Gear gesprochen wird. Ein Thema, das ohnehin nur langweilig ist.
Kaisermantel auf Sonnenhut

Ein Kaisermantel sitzt mit zusammengeklappten Flügeln auf einem Purpur-Sonnenhut. Die silbrig schimmernde Flügelunterseite hebt sich vor dunklem Hintergrund ab.
Der Kontrast zwischen Oberseite und Unterseite der Flügel ist ziemlich deutlich. Die Oberseite ist kräftig orange mit schwarzen Flecken und Streifen, das klassische Perlmutterfalter-Muster. Die Unterseite der Hinterflügel dagegen ist grünlich mit diesen silbrig verwaschenen Binden, denen die Art im Englischen ihren Namen verdankt: silver-washed fritillary.
Die Oberseite ist Kommunikation, sie spielt bei der Balz und beim Erkennen von Artgenossen eine Rolle. Die Unterseite ist Tarnung: Wenn der Falter wie auf dem Foto die Flügel zusammenklappt, ist die grelle Oberseite komplett verdeckt und das grünlich-silbrige Muster verschwimmt optisch mit Laub und Lichtreflexen. Sitzender Falter, unsichtbarer Falter, zumindest aus Vogelperspektive.
Bei vielen Tagfaltern läuft das nach demselben Prinzip. Extrembeispiel ist das Tagpfauenauge: oben knallige Augenflecken, unten fast schwarz wie ein totes Blatt. Das Foto zeigt übrigens genau die Seite, die die meisten Leute seltener bewusst wahrnehmen, weil auf typischen Bestimmungsfotos immer die aufgeklappte Oberseite prangt.
Primel
Tillandsia Usneoides

Makroaufnahme von Tillandsia usneoides, dem Louisianamoos. Die dünnen, korkenzieherartig gewundenen Triebe mit dem silbrig-grauen Schimmer sind typisch für diese wurzellose Hängepflanze.
Der graue Flaum sind die Saugschuppen (Trichome), über die die Pflanze Wasser und Nährstoffe direkt aus der Luft aufnimmt. Wurzeln braucht sie ja praktisch keine. Die feine Behaarung ist an den schärfsten Trieben gut zu erkennen.
Das Foto habe ich in einem der Gewächshäuser im Botanischen Garten der RUB aufgenommen. Louisianamoos, wie der Name schon vermuten lässt, hängt in unserer Region kaum einfach so herum.
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