Langzeitbelichtung

Blaue Stunde auf der Piazzetta San Marco

Piazzetta San Marco in Venedig bei Abenddämmerung, Langzeitbelichtung: Dogenpalast links, Säule des San Marco mit dem Markuslöwen in der Mitte, goldene Straßenlaternen mit Lichtsternen, unscharfe Passanten.
Drei Sekunden Venedig

Die Piazzetta San Marco am Abend kurz nach Sonnenuntergang.

Bei drei Sekunden Belichtungszeit verschwimmen die Menschen zu Geistern. Links der Dogenpalast mit seiner charakteristischen rosa-weißen Diamantmuster-Fassade, in der Mitte die hohe Säule mit dem geflügelten Löwen von San Marco, dem Wappentier der Republik. Rechts die eleganten Arkaden der Biblioteca Nazionale Marciana. Und im Vordergrund eine gusseiserne Laterne mit leichten Lichtsternen.

Dieser kurze, magische Übergang zwischen Tag und Nacht, ist IMHO einer der schönsten Augenblick um in Venedig zu fotografieren. Ok, der frühe Morgen hat auch seinen Reiz. Aber wer will schon im Urlaub früh aufstehen.

U-Bahn Haltestelle Rathaus Süd

Blick in die U-Bahn-Haltestelle Bochum Süd.
U-Bahn Haltestelle Rathaus Süd: Blick in die U-Bahn-Haltestelle Bochum Süd.

Zum Einkaufen musste ich heute mal vom Dorf in die Stadt.

Richtig geile Feuerwerkskörper gibt es halt nur in der Stadt. Hier wird nur für Kinder verkauft.

Nein. Spaß beiseite. Natürlich gebe ich aus unzähligen Gründen kein Geld für so’n Scheiß aus. Ich verkneife mir jetzt aber gebetsmühlenartig noch einmal, alle Gründe dagegen herunterzuleiern. Wer zu Silvester Feuerwerkskörper loslassen will, würde sich davon ohnehin nicht abhalten lassen, und allen anderen erzähle ich nichts Neues.

Wer sich hier auskennt, weiß allerdings, dass ich nicht über die Haltestelle Rathaus Süd fahre. Aber der HBF gibt halt kein so nettes Motiv ab. Ich denke, das Foto kommt in 2,35:1 ganz gut daher und spiegelt die großzügige Weite der Station wider.

buntes Rialto

Blick von der Rialtobrücke auf den abendlichen Canal Grande und die anliegenden Gebäude.
Nikon Z 7 · NIKKOR Z 50mm f/1.8 S · f/5.6 · 50mm · 5s · ISO 64 · OpenStreeMap

Das klassische Touristenfoto auf der Rialtobrücke am Abend.

Man schafft es einfach nicht abends über die Brücke zu gehen ohne ein solches Foto zumachen. Unabhängig davon, ob man selbst schon zig Fotos dieser Art hat und das Internet ohnehin davon überflutet ist.

Und Langzeitbelichtungen funktionieren dort zu einfach. Die Kamera kann einfach auf das breite Steingeländer gestellt werden. Man muss also nichtmal ein blödes Stativ mit schleppen. Ich nehme ohnehin keins mehr mit in den Urlaub. Ist irgendwie grausam wie ein Maulesel bepackt zu sein, wenn man den ganzen Tag auf den Beinen ist. Und häufig findet sich ein solider Untergrund, auf dem die Kamera positioniert werden kann.

U-Bahnhaltestelle Lohring

Wenn es in Bochum darum geht mehr oder weniger öffentliche Räume zu fotografieren, darf die U-Bahnhaltestelle Lohring nicht fehlen. Mit der Station Rathaus Süd handelt es sich hier um die schönsten Station in der näheren Umgebung.

U-Bahnhaltestelle Lohring

Bei 14mm dachte ich früher immer an das massive 14-24mm von Nikon mit dem absurd großen Frontelement, auf das keine Standardfilter passen. Allerdings hat es eine Blende von f/2.8 haben anstelle von f/4 wie beim Nikkor Z 14–30mm 1:4 S. Aber brauche ich eine große Blende bei so einem Objektiv. Restlichtfotografie geht aufgrund vom VR auch mit dem Z ziemlich gut. Ja, bei noch größerer Blende würde es natürlich mit noch wenige Licht gehen. Aber irgendwann sollte man sich dann mal Gedanken über den Gebrauch eines Stativs machen. Lediglich Aufnahmen der Milchstraße oder Astrofotografie im Allgemeinen, würden eine größere Blende wirklich noch rechtfertigen.

Ich denke, Nikon hat eigentlich ganz gut verstanden, was ein spiegelloses System ausmacht. Mit der Vorstellung eines 24-70 f/4 anstelle eines „professionelle“ f/2.8 bei Einführung des Systems hat schon erste Anzeichen geboten, dass Nikon nicht einfach den Bestand an F-Mount Objektiven nun als Z-Mount herausbringen möchte, sondern gemahnt ist leichte, kleinere aber trotzdem hochwertige Alternativen zum F-Mount anzubieten.

Die große macht’s. Die Z7 mit dem Objektiv passt in eine kleine Tasche und insgesamt habe ich nicht das Gefühl, dass man so stark auffällt, wenn man mit eine kleinen, eher unauffälligem Kamera Setup rumrennt. Mal ganz davon abgesehen, dass es einfacher zu tragen ist.

im Fluß

Ich schätze, das war heute mein letzter Besuch im Botanischen Garten für dieses Jahr. Anstelle eines Makros habe ich das Nikkor S 50/1,8 dabeigehabt. Eingelocht wollte ich mal die Vorzüge der vollen Stabilisierung auf 5 Achsen ausprobieren. 

Der flache Wasserlauf ist mit einer 1/10 s aufgenommen und der kleine Wasserfall mit einer Drittelsekunde. An einem guten Tag könnte ich vermutlich eine Belichtungszeit von bis zu einer halben Sekunde mit dem 50mm hinbekommen und das Ergebnis wäre immer noch scharf. Bin ich im Nachhinein froh, dass ich mich für die Z7 anstelle der D850 entschieden habe.

Ein paar Tage Venedig

Wie beinahe jedes Jahr waren wieder ein paar Tage Venedig fällig. Das Wetter war wolkig bis durchwachsen, also auf keinen Fall zu warm. Wenn die Sonne durch die Wolken kam, konnte man mit 15-20 °C rechnen. Das ist für eine Städtetrip IMHO eine ganz angenehme Temperatur. Und am Wasser ist es ohnehin immer etwas windig, so dass man immer eine frische Brise abbekommen kann.

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