Photoblog · Seite 3

Leicht und luftig.

Eine einzelne blau-violette Blüte des Wiesen-Storchschnabels in Nahaufnahme. Fünf zart geaderte Blütenblätter umgeben ein helles Zentrum mit dunklen, violettschwarzen Staubbeuteln. Der Hintergrund ist weich und grünlich verschwommen.
Wiesen-Storchschnabel

Eine einzelne blau-violette Blüte eines Wiesen-Storchschnabels als Nahaufnahme.

Heute war ich mit leichtem Equipment unterwegs. Die kleine Z7 und ein 50-mm-Makro. Es war auch mehr Einkaufen als Fototour. Und ich wollte, dass das Foto die Leichtigkeit widerspiegelt. Bei der Bearbeitung habe ich auf starken Kontrast verzichtet, um diesen eher luftigen und verträumten Look zu erreichen.

Es hat sich bei mir eingespielt, dass ich beim Hochformat gern zu einem Seitenverhältnis von 4:5 greife. Das ist nicht ganz so hoch wie das originale Seitenverhältnis von 2:3.

Abends unterwegs in Venedig

Die Rialtobrücke bei Nacht über dem Canal Grande in Venedig. Der weiße Marmorbogen ist angestrahlt, eine Laterne hängt mittig an der Brüstung, einige Menschen stehen am Geländer. Links ein erleuchtetes Gebäude mit Fahnen und Arkaden. Im Vordergrund ein vertäutes Wassertaxi mit orangefarbener Abdeckung zwischen hölzernen Dalben, das Wasser fast schwarz.
Ponte Di Rialto

Ein Schnappschuss auf dem Weg nach Hause ins Hotel. Wundert mich, dass ich mit vollem Bauch und einer halben Flasche Wein noch ein halbwegs gerades Foto machen konnte. Es ist vollkommen egal, wie viele Sterne ein Hotel hat. Der Clou ist, dass es einfach zu finden sein muss.

Fast

Makroaufnahme einer blau-violetten Glockenblume, schräg von vorn in den geöffneten, sternförmigen Blütenkelch fotografiert. Im Inneren sind der hellgrüne Griffel mit der dreigeteilten Narbe sowie die Staubblätter erkennbar. Die durchscheinenden Blütenblätter heben sich von einem weich verschwommenen, dunkelgrün-olivfarbenen Hintergrund ab; rechts unten deutet sich eine grüne Blütenknospe an.
Glockenblume

Eine Glockenblume

Da ich wie immer freihand fotografiert habe und kein Stativ benutzt hatte, liege ich auch ohne Wind beim Fokus manchmal etwas daneben. Ich wollte an sich die Narbe des Blütenstempels im Fokus haben. Aber das ist mir nicht zu 100 Prozent gelungen. Ja, sie liegen mehr oder weniger im Fokus, aber leider nicht so, wie ich es geplant hatte.

Photoblog aufgemöbelt.

Ich habe den etwas verregneten Tag genutzt, um das Photoblog zu generalüberholen.

Die Detailseiten könnten grob an Flickr erinnern. Allerdings mag ich lieber echtes Schwarz. Ein Klick auf das Featured-Foto zoomt rein und man kann es im Image-Viewport mit der Maus oder per Touch-Event bewegen.

Der Stream ist nun ein ordinäres Grid, in dem die einzelnen Elemente das gleiche Seitenverhältnis haben. Das läuft ohne viel Javascript und ist unkompliziert. Ich hatte eine Masonry‑Implementierung ausprobiert, bei der die Elemente in Spalten einsortiert wurden. Beim ersten Versuch in die kürzeste zuerst und beim nächsten Versuch Round Robin. Natürlich wollte ich je nach Weite des Viewports 1 bis 5 Spalten haben. Wenn in die kürzeste Spalte einsortiert wird, ändert sich die visuelle Reihenfolge beim Resize und Neusortieren. Bei Round Robin, kann man das Problem haben, dass in Spalte X vorwiegend Bilder im Querformat landen und in Spalte Y vorwiegend Bilder im Hochformat landen. Das führt dann zu sehr unterschiedlichen Spaltenhöhen. Beides ein Krampf.

Und viel spannender: Es gibt jetzt eine paar sehr grobe Kategorien. Ich muss gestehen, dass ich die 1126 Fotos von Haiku habe kategorisieren lassen. Dazu war ich dann doch etwas zu faul. Und das klappt recht gut. Für solche Jobs sind LLM geradezu gemacht.

Und wie das bei den meisten Hobbyprojekten so ist: Es ist nie fertig und ich werde bestimmt noch weitere daran basteln. Ja, und es ist noch immer auf skurrile Weise zweisprachig.

Blumenwiese

Der Blick direkt in eine Blumenwiese. Eine lila Acker-Witwenblume, umgeben von viel Bokeh.
Blumenwiese

Nicht jedes Mal, wenn ich einen Fuß vor die Tür setze, stolpere ich über ein interessantes Motiv. Manchmal ist es eben nur eine Blumenwiese. Mit einer Acker-Witwenblume mitten drin. Die gelben Blüten, die im Bokeh dahinschmelzen, sind übrigens Hahnenfuß.

Warten mit Aussicht

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Zattere in Venedig von Giudecca aus fotografiert. Im Zentrum die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione, rechts eine Reihe von Palazzi entlang des Ufers. Im Vordergrund das leicht bewegte Wasser des Kanals unter einem hohen, bewölkten Himmel.
Zattere

In der Bildmitte ist die barocke Kirche Santa Maria del Rosario (I Gesuati) mit Säulenportikus, Tympanon und Kuppel, flankiert von einem Glockenturm. Links daneben die kleinere Kirche Santa Maria della Visitazione. Aufgenommen wurde das Foto von Giudecca, der Insel auf der anderen Seite des Kanals. Ja, das Foto ist stark beschnitten. Dank einer Menge Megapixel ist das in Fällen wie diesem schon ganz praktisch.

Am Ufer von Giudecca gibt es eine Reihe von kleinen Bars und kleinen Restaurants, viele davon Trattorien. Es ist dort viel ruhiger als auf der Hauptinsel und man kann dort in Ruhe draußen an einem Tisch am Ufer sitzen und für gar nicht mal so viel Geld sehr gut essen. Und während ich aufs Essen gewartet habe, hatte ich Zeit, das Foto zu machen.

La Palanca heißt die Trattoria, die ich eher aus Zufall ausgewählt habe. Auf verschiedenen Plattformen stellte sich das Restaurant als echter Tipp heraus. Und das kann ich nur bestätigen.

Postkarte gefällig?

Blick vom Canal Grande in Venedig zur blauen Stunde: Die Kuppel von Santa Maria della Salute erhebt sich am Ende des Kanals, links und rechts gesäumt von venezianischen Palazzi. Der Himmel zeigt rosa und violett gefärbte Wolken nach Sonnenuntergang, das ruhige Wasser spiegelt die Uferlichter.
Santa Maria Della Salute

Anstelle, den Sonnenuntergang direkt zu fotografieren, kann es auch mal schick sein, den Sonnenuntergang im Rücken zu haben und die von der untergehenden Sonne angestrahlten Wolken mit einem Motiv zu verbinden.

Das Foto zeigt den Blick von der Accademiabrücke (OpenStreetMap) in Richtung Santa Maria della Salute und Punta della Dogana. Es gibt vermutlich kein abgegrasteres Motiv in ganz Venedig. Ich habe es selbst schon 1000 Mal festgehalten. Aber das hält mich nicht davon ab, jedes Mal aufs Neue den Auslöser zu drücken. In diesem Fall sind es offensichtlich die Wolken, die mich gereizt haben. Denn am Tag ist das Motiv zwar auch wunderschön, aber bei weitem nicht so stimmungsvoll.

Blick vom Canal Grande in Venedig am Nachmittag: Die Kuppel von Santa Maria della Salute erhebt sich am Ende des Kanals, links und rechts gesäumt von venezianischen Palazzi.
Santa Maria Della Salute Am Nachmittag

Dieses Foto wurde am späten Nachmittag gemacht, während ich die Brücke einfach nur überquert habe, um von einem Stadtteil in den anderen zu gelangen.

Aber was viele Postkarten selten zeigen: dieses kurze Fenster nach Sonnenuntergang, in dem der Himmel von zartrosa in ein schmutziges Violett kippt und die Kuppel von Santa Maria della Salute fast schon nebensächlich wird, weil über ihr gerade das ganze Wetter passiert. Die Lichter an den Palazzi gehen an, das Wasser ist erstaunlich ruhig, und mit ein bisschen Glück ist der sonst so überlaufene Kanal für ein paar Minuten fast leer.

Schwertlilie

Eine violette Schwertlilie mit fein geäderten, hell-silbrig schimmernden Blütenblättern vor tiefdunklem, fast schwarzem Hintergrund. Einige sind bereits leicht welk.
Schwertlilie

Eine violettfarbene Schwertlilie mit fein geäderten, hell-silbrig schimmernden Blütenblättern vor tiefdunklem, fast schwarzem Hintergrund. Einige sind bereits leicht welk.

Es könnte sich um eine Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) handeln. Aber ich muss sagen, die sehen sich alle relativ ähnlich.

Ponte dei Sospiri

Nächtliche Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.
Ponte dei Sospiri

Bei meinem letzten Besuch in Venedig war ich häufig in den Abendstunden nach Sonnenuntergang unterwegs. Eine Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.

Brutales vom Teich

Es am Teich nicht immer nur ruhig zu

Nahaufnahme einer Ringelnatter, die mit erhobenem Kopf durch ruhiges Wasser gleitet, der schlanke Körper zeichnet sich als feine Linie unter der Oberfläche ab, im Vordergrund ein Grashalm.
Natter

Hier sehen wir eine Ringelnatter oder Würfelnatter, wie sie auf der Suche nach Nahrung durchs Wasser gleitet.


Um sanfte Gemüter nicht zu erregen, zeige ich den Fang mal nicht.

Nein! Quatsch. Ich habe den Augenblick verpasst, als sich die Natter auf den Molch gestürzt hat. Da stehe ich eine Dreiviertelstunde dort herum, um genau diesen Augenblick festzuhalten, und dann bin ich nur eine Sekunde abgelenkt und verpasse alles.


Eine Ringelnatter schwimmt mit einem erbeuteten Molch im Maul durch das Wasser eines Teichs, im Hintergrund ein Seerosenblatt und Wasserpflanzen, auf der Oberfläche kreisen feine Wellen vom Zupacken.
Natter mit Molch

Sie hat sich einen Molch geschnappt und verzieht sich mit ihrer Beute in das dichte Gewächs.

Die Froschperspektive

Es ist ein alter Hut, dass ein Foto in der Regel interessanter wird, wenn man ein Motiv am Wasser auf Augenhöhe fotografiert. Meine Knie sehen das ganz anders. Wenn ich mehr als ein paar Minuten in der Hocke sitze, brauche ich gar nicht erst zu versuchen, wieder ordentlich aufzustehen. Dann muss ich erst mal die Kamera beiseitelegen und irgendwie versuchen, wieder auf die Beine zu kommen. Ja, man wird nicht jünger.

Das Foto des einzelnen Froschs war einer dieser Momente, in denen alles passt: ruhiges Wasser, die feine Wellenkrone um den Kopf, die Spiegelung darunter beinahe perfekt. Das zweite Foto ist mir aber fast lieber. Die beiden scheinen sich gut leiden zu können, und rechts ragt dieser eine Stängel wie ein Ausrufezeichen ins Bild.

Die Gemeine Akelei

Nickende Blüte einer Akelei mit dunkelblau-violetten Sporen und hellen, weißlichen Kronblättern, dazu fast schwarzen Staubbeuteln, vor weich verschwommenem grünen Hintergrund.
Aquilegia Vulgaris

Die Staubbeutel (Antheren) an den Staubfäden sind bei der Aquilegia vulgaris typischerweise gelb wegen des Pollens. Sobald die Antheren ihren Pollen abgegeben haben oder noch nicht geöffnet sind, erscheinen sie deutlich dunkler. Vermutlich.

Neues vom Teich

Männliche Mandarinente steht auf einem Ast knapp über der Wasseroberfläche, umgeben von kleinen schwimmenden Pollenklümpchen. Im dunklen Wasser zeichnet sich eine klare Spiegelung des Vogels ab.
Mandarinente

Ja, es geht wieder los. Ich war heute wieder an den Teichen. Aber mehr als ein paar Mandarinenten gab es nicht zu sehen. Aber das ist okay. Männliche Mandarinenten sind immer ein schönes Motiv. An diesem Foto hat mich die beinahe vollständige Spiegelung der Ente gereizt. Auch wenn noch ein wenig zu viel Zeugs im Wasser herumschwimmt. Aber immer noch besser als ein grüner Algenteppich.

Es lohnt sich immer, vor die Tür zu gehen. Auch wenn man mal kein Foto mitbringt, war man zumindest in der Natur und an der frischen Luft.