Seit ein paar Tagen wollte ich schon meine Erfahrungen mit dem 14-30mm aufzuschreiben, bevor es zu lang her ist, und das Ganze für mich vollkommen an Relevanz verloren hat.
Bis auf einen Punkt weiss ich nur Gutes über das 14-30 zu berichten.
Das seit Vorstellung des Z-Systems erwartete 70-200mm f/2.8 ist Heute auf der CES vorgestellt worden: Nikon Pressemitteilung. Es ist etwas über 200 g leichter aber auch etwas dicker und länger und dafür eine wenig günstiger als das jüngste 70-200 für’s F-Bajonett. Ich kann es kaum erwarten, das mal auszuprobieren.
Wenn es in Bochum darum geht mehr oder weniger öffentliche Räume zu fotografieren, darf die U-Bahnhaltestelle Lohring nicht fehlen. Mit der Station Rathaus Süd handelt es sich hier um die schönsten Station in der näheren Umgebung.
Bei 14mm dachte ich früher immer an das massive 14-24mm von Nikon mit dem absurd großen Frontelement, auf das keine Standardfilter passen. Allerdings hat es eine Blende von f/2.8 haben anstelle von f/4 wie beim Nikkor Z 14–30mm 1:4 S. Aber brauche ich eine große Blende bei so einem Objektiv. Restlichtfotografie geht aufgrund vom VR auch mit dem Z ziemlich gut. Ja, bei noch größerer Blende würde es natürlich mit noch wenige Licht gehen. Aber irgendwann sollte man sich dann mal Gedanken über den Gebrauch eines Stativs machen. Lediglich Aufnahmen der Milchstraße oder Astrofotografie im Allgemeinen, würden eine größere Blende wirklich noch rechtfertigen.
Ich denke, Nikon hat eigentlich ganz gut verstanden, was ein spiegelloses System ausmacht. Mit der Vorstellung eines 24-70 f/4 anstelle eines „professionelle“ f/2.8 bei Einführung des Systems hat schon erste Anzeichen geboten, dass Nikon nicht einfach den Bestand an F-Mount Objektiven nun als Z-Mount herausbringen möchte, sondern gemahnt ist leichte, kleinere aber trotzdem hochwertige Alternativen zum F-Mount anzubieten.
Die große macht’s. Die Z7 mit dem Objektiv passt in eine kleine Tasche und insgesamt habe ich nicht das Gefühl, dass man so stark auffällt, wenn man mit eine kleinen, eher unauffälligem Kamera Setup rumrennt. Mal ganz davon abgesehen, dass es einfacher zu tragen ist.
Vom ersten Gedanken an einen Systemwechsel bis zur Durchführung hat es zwar eine Weile gedauert, aber nun habe ich mich vor wenigen Wochen für Nikon entschieden. Zur Option standen die Canon 5DMk3 und Nikon D800.
Nachdem ich zahlreiche RAW Aufnahmen beider Kameras verglichen habe, konnte ich mich letzten Endes für die D800 entscheiden. Obwohl ich das Gehäuse der 5D etwas griffiger finde, hat der höhere Dynamikumfang und das ordentliche Rauschverhalten der D800 dann den Ausschlag gegeben. Wobei ich denke, das man als Umsteiger von einem dritten System mit keiner der beiden Kameras in die Toilette greifen kann.
Bisher habe ich den Kauf der D800 keinesfalls bereut und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kann man sich sehr gut mit der Knipse zurecht finden.
Als erste Gläser gab es ein Nikon AF-S 50mm F/1,4G und das Carl Zeiss Makro Planar 2/100 ZF.2 dazu. Letzteres war mit ein Auslöser nun endlich mal den Wechsel in Angriff zu nehmen.
Der Autofokus ist um Längen schneller und präziser als bei der K-5. Auch der Fokusindikator (>o<) arbeitet auf den Punkt. Das Makro Planar 2/100 lässt sich damit sehr gut manuell fokussieren. Auch manuelles Fokussieren des 50mm bei F/1,4 hat eine erfreulich hohe Trefferrate. Mit der K-5 fand ich es gerade zu grausam schnelle Gläser zu fokussieren.
Wie es scheint ist mein Exemplar (Seriennummer 608xxxx) aus einer Baureihe, die nicht mehr von den fehlerhaften linken Autofokuspunkten betroffen ist. Zumindest konnte ich mit dem 50mm F/1,4 keine Probleme erkennen, oder der AF ist mit Fehler präziser als der AF der Pentax K-5 ohne Fehler.
Das Genörgel man bräuchte einen neuen Rechner und neue Festplatte zu Duzten ist Blödsinn. Lightroom auf meinem ollen MacBook Pro (Ende 2009) behandelt die NEF der D800 auch nicht spürbar langsamer als die 24 Megapixel RAW Dateien der Sony NEX-7.
Die Kamera ist größer und schwerer als alle anderen zuvor benutzen. Gerade in Verbindung mit dem Makro Planar kommt schon ein ordentliches Gewicht zusammen. Auf der einen Seite hat man ein ordentlich was in der Hand. Auf der anderen Seite kann ich mir vorstellen, dass das zusätzliche Gewicht auf längeren Touren durchaus nervig werden kann.
Und natürlich brauchte ich eine neue Tasche. Die Tamrac Velocity 7 ist ein bisschen zu eng und so habe ich mich für die Velocity 8 entschieden. Ist etwas weiter und die D800 passt perfekt hinein und es bleibt ausreichend Platz für weitere Utensilien.
Der unselige und pixelige LiveView bei maximaler Vergrößerung ist leider keine Übertreibung sondern entspricht der Wahrheit. Allerdings ist es nicht ganz so dramatisch wie ich anfangs befürchtet hatte. Mit dem Makro benutze ich maximal die mittlere Vergrößerung, wenn über den Liveview die Kamera ausrichte und fokussiere.
Damit bin ich dann wohl für den Frühling gerüstet.
Von Nikon gibt es eine iPhone App “Learn And Explode“, die dem Fotoenthusiasten Zugang zu Fotos mit Audioannotation gewährt.
Klingt spannend, ist aber derweil nur im US Store erhältlich. (via)