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Ein halbes Jahr Proton Pass

Seit Ende Juni benutze ich nun Proton Pass. Im Prinzip seitdem es aus dem Beta-Stadium raus ist. Es hat KeePass mittlerweile vollständig abgelöst. Ach ja, und auf meinem i386 MacBook Pro benutze ich seit dieser Zeit kaum mehr Safari, weil es immer noch keine Extension für den Browser gibt. Aber so viel zum Genörgel, denn an sich komme ich ganz gut mit Proton Pass klar.

Auf meinem ARM MacBook Pro kann man gut die iOS App von Proton Pass benutzen. Die ist zwar leider auch kein Vorbild an Usability aber erfüllt ihren Zweck. Warum beim Klick ins Suchfeld erst mal ein Modal geöffnet werden muss, um darin dann wirklich suchen zu können, ist fraglich. Es fühlt sich auf dem iPad noch ganz OK an, wirkt auf dem Desktop allerdings etwas befremdlich. Die Android App kommt ohne derlei Umstände aus.

Die Extension für Firefox ist OK und lässt sich in einem neuen Fenster öffnen, wenn ich auf dem i386 mal Passwörter organisieren möchte. Bei der Extension gibt's wie bei der Android App kein irres Modal zum Suchen. Brave benutze ich prinzipiell schon nicht und was ist dieses Chrome gleich nochmal...

Update: Es gibt nun eine Web App für den Passwortmanager: pass.proton.me

Was mich wirklich bei der Stange hält, ist die Möglichkeit auf sehr einfache Weise einen E-Mail-Alias zu benutzen, um meine Privatsphäre zu schützen, wenn ich irgendwo einen neuen Account erstelle. Der Alias zielt allerdings zwangsweise nur auf die eigene Proton Mail Adresse. Was auf den ersten Blick OK ist, da ich mir den Proton Mail Account ursprünglich für den Gebrauch bei Online Accounts zugelegt habe. Auf der anderen Seite entsteht dadurch natürlich auch eine gewisse Bindung an Proton Mail und Proton Pass. Aber um ehrlich zu sein, sind die wenigsten Accounts so wichtig, dass man sie nicht einfach krepieren lassen könnte. Und bei einem anderen E-Mailanbieter, müsste die Adresse auch geändert werden, wenn man die E-Mailadresse wechselt. Also pffft...

Ich weiß, dass auch bei der Apple iCloud die E-Mailadresse verborgen werden kann. Das nützt mir allerdings recht wenig, wenn ich ein Google Pixel in der Hand habe.

Fazit: Ich komme auf jeder Plattform an meine Passwörter, ohne eine KeePass Datei wild synchronisieren zu müssen, und es bietet Aliase zum Verbergen meiner E-Mail. Wenn dann doch noch eine Safari Extension kommen sollte, bin ich rundum glücklich.

Raindrop.io

Seit einer Weile benutze ich nun die kostenfrei Variante von Raindrop.io zur Verwaltung von Bookmarks und der Dienst lässt keine Wünsche offen.

  • Es gibt eine App für so ziemlich jedes OS und so lassen sich Bookmarks schnell über die Teilen-Funktion auf iPad und Handy erstellen und auf dem Desktop recht einfach über Browser-Pluings.
  • In der Standalone App für Desktop ist das Organisieren von Bookmarks sehr angenehm. Wobei die Variante im Browser identisch ist.
  • Die Vorschau hält bei mir auch gerade als Später-Lesen-Dings her. Geht als Alternative zu Instapaper, wenn ich denn überhaupt eine gesucht hätte. Aber Raindrop.io schlägt da halt zwei meiner Fliegen mit einer Klappe.

Und um ehrlich zu sein macht dann auch mein Linkblog kaum mehr Sinn, da das zum Sammeln und Verwalten von Bookmarks nicht entfernt so gut geeignet ist. Und neue Bookmarks könnte ich über die API in diesem Blog posten.

Klingt nach einer Idee, wenn ich denn dann den Antrieb dazu finde. Zumal die berühmten, langen Winterabende bevorstehen.

Defaults

A meme. We did not have that for a while. Formerly known as "Stöckchen" in German. So here are my Defaults. Seen on Dominik's and Martin's blog.

Originally found at App Defaults

  • 📨 Mail Client: AppleMail
  • 📮 Mail Server: Server located at my hoster
  • 📝 Notes: Obsidian
  • ✅ To-Do: Things
  • 🟦 Photo Management: Lightroom Classic
  • 📆 Calendar: Kalender (That macOS-Thingy)
  • 📁 Cloud File Storage: Google Drive
  • 📖 RSS: FreshRSS / Reeder-App
  • ⌨️ Launcher: Raycast
  • 🙍🏻‍♂️ Contacts: Kontakte (the one coming with macOS)
  • 🌐 Browser: Firefox
  • 💬 Chat: Threema, Signal
  • 🔖 Bookmarks: my own tools
  • 🧑‍💻 IDE / Text Editor: PHPStorm, TextMate, vim
  • 📑 Read It Later: Instapaper
  • 📜 Word Processing: iA Writer
  • 📈 Spreadsheets: Excel
  • 📊 Presentations: Photoshop sometimes PowerPoint
  • 🛒 Shopping Lists: Things
  • 🍴 Meal Planning: n/a
  • 💰 Budgeting and Personal Finance: Excel
  • 📰 New: tagesschau.de, bbc.com
  • 🎵 Music: Tidal
  • 🔐 Password Management: Proton Pass (still evaluating)
  • 🌤️ Weather: Clear Outside
  • 🐘 Mastodon: Megalodon
  • 👥 Social Media: Mastodon

Vom Leben mit Listen. Von Things zu Todoist.

Ganz unabhängig von Notizen, die ich nun digital oder auf Papier festhalten möchte, benutze ich Listen für alles Mögliche im Job und Privat damit ich Sachen einfach nicht vergesse oder um mich zu einem bestimmten Zeitpunkt erinnern zu lassen. Das war für mich schon immer eine große Hilfe bei der Selbstorganisation. Gerade bei der Arbeit ist es enorm hilfreich die verschiedenartigsten Anforderungen mit Listen und Erinnerungen zu organisieren. Ich denke, ohne eine solche Hilfsmittel würde ich vermutlich untergehen.

Seit Anfang 2019 habe ich Things benutzt um dieser Flut Herr zu werden. Es hat mich damals ein wenig Überwindung gekostet, da die Apps für iPad, iPhone und Mac schon etwa Geld gekostet haben. Aber es waren zumindest keine Subscriptions, wie das Heute leider viel zu häufig er Fall ist. Und wenn ich für eine Software Geld hinlegen, neige ich daran festzuhalten, komme was wolle. Und das, was kam war ein Android Smartphone und somit kein Things mehr auf meinem Handy. Ein echtes Handicap. Für eine ganze Weile.


kleine Teeschale mit Korkuntersetzer auf einem Glastisch
kleine Teeschale mit Korkuntersetzer auf einem Glastisch

Schweren Herzens habe ich dann unlängst für einen Obolus von 5 Euro Todoist für einen Monat ausprobiert. Mit der Software kann man auch leben. Die UI von Things ist allerdings geradliniger, schneller und effektiver. Aber Todoist steht auf jeder Platform zur Verfügung. Und nachdem ich mich auf die Handhabung eingelassen und mich mit Todoist angefreundet habe, werde ich es wohl über den einen Monat hinaus weiter nutzen. Es gibt ein paar Dinge, die mir sehr gut gefallen:

  • Die Abschnitte je Projekt und deren Darstellung als Board. Damit kann man sehr schön den Fortschritt eines ToDos darstellen, wenn es mehr Zustände als nur "nicht erledigt" und "erledigt" gibt.
  • Die Eingabe in natürlicher Sprache für Fälligkeiten und Wiederholungen ist anfangs gewöhnungsbedürftig aber wenn man die richtigen Worte raus hat, ist es extrem praktisch.

Aber es gibt auch Feature, für die ich nur wenig Verständnis habe: Diese ganze Produktivität und Karma Sache ist doch einfach nur kindisch. Ich brauche nun wirklich niemanden, der mir zujubelt, wenn ich am Tag bzw. in der Woche x Aufgaben erledigt habe. Zumal Tage so verscheiden sind, dass es kaum möglich ist einen vernünftigen Schwellenwert anzugeben.

Mit kollaborativer Nutzung und der Integration habe ich mich bislang noch nicht beschäftigt. Letzteres könne vielleicht noch recht spannend werden.

Obsidian mit File Properties

Ich habe eine ganze Weile nichts zu dem Thema Notizen App & CO geschrieben. Nachdem ich mit Craft auch nicht warm geworden bin, habe ich Anfang 2022 Obsidian ausprobiert. Und nachdem ich mich mit dem Zettelkasten Prinzip auseinandergesetzt hatte, erschien mir Obsidian die geeignete Software zu sein um dort jegliche Art von Notiz festzuhalten.

Außerdem habe ich großes Gefallen an dem Daily Notes Plugin gefunden. In den Daily Notes kommt erst mal alles herein, das ich arbeitstechnisch gemacht habe, ich mir merken muss oder irgendwie festhalten möchte. Anschließend werte ich die Notizen aus und mache daraus kurze und prägnante permanente Notizen mit meinen eigenen Worten. Das Ganze funktioniert für mich seit anderthalb Jahren ganz gut.

Unlängst wurden Properties mit ordentlicher UI in Obsidian eingeführt.

Endlich.

Properties werden in einer YAML artigen Struktur im Kopf der Datei festgehalten:

---
tags:
  - tee
  - sencha
  - GrünerTee
art: Sencha
index: "[[Tee Index]]"
zubereitung: 1-2 TL 200ml 65°C 60s 10s 10s 10s
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Weich und angenehm. Mein momentaner (Frühling, Sommer 2023) Frühstückstee. 

Thunderbird mit neuer UI

Thunderbird 115 hat nun endlich die neue UI erhalten und kann runtergeladen werden. Als reguläres Update steht es wohl (noch) nicht zur Verfügung.

Man kann das meiste ausblenden, so dass das Hauptfenster mit einen schön minimalistischen Look daher kommt. Gefällt.

Joplin

Ich benutze Joplin um temporäre Notizen zwischen Android Phone und MacOs Rechnern auszutauschen.

Die Synchronisation über Dropbox ist bescheiden. Ab und an will das Pixel gar nicht mehr syncen und es passiert einfach nichts mehr, bevor ich die App nicht gelöscht und neu installiert und eingerichtet habe und auf der anderen Seite kommen gesyncte Notizen auf der MacOS App einfach mal nicht an. Allerdings kann ich die Notiz in der DropBox finden.

Man bekommt fast den Eindruck als wollte der Hersteller einfach nur seinen eigenen kostenpflichtigen CloudService schmackhaft machen...

RayCast

Seit einer gefühlte Ewigkeit habe Alfred als Launcher und für kleinere Workflows benutzt. Die Tage bin ich von zwei Arbeitskollegen auf Raycast aufmerksam gemacht worden. Ich war sofort überzeugt. Und trotz des nicht ganz kostenfreien PowerPacks für Alfred, war ich sofort bei Raycast.

Es ist einfacher, aufgeräumter und ein schlichtweg geradliniger umgesetzt. Man merkt, dass Alfred in die Jahre gekommen ist und einiges an Altlast mit sich trägt.

Ob der Hersteller wohl, wenn die Nutzerbasis größer wird, mit einen Abomodell auch für den persönlichen Gebrauch daher kommen wird?!