LLM

Höhere Produktivität durch LLM am Arsch

Das unterstreicht auch wieder meine Ansicht, dass LLM beim Entwickeln die Produktivität keinesfalls steigert: Vibecoding: nothing more than meowing nuns

Junge! Junge! Vergangene Woche hatte ich auch wieder so eine Sache, bei der mich drei verschiedene LLM in den Wahnsinn getrieben haben: Ich wollte einfach nur wissen, wie ich unter Shopware SEO-URLs für eine vierte Root-Navigation bekomme, wenn diese nicht als einer der drei Einstiegspunkte in einem SalesChannel hinterlegt ist.

Neben der nicht programmatischen Antwort, einfach einen weiteren – unbenutzten – SalesChannel anzulegen und die Navigation dort einzutragen, kamen natürlich auch diverse Vorschläge, das Ganze mit ein wenig Code zu lösen.

Ganz entzückend, wenn der Agent dabei auf Events und Interfaces zugreift, die nie und zu keiner Version jemals existiert haben. Nach der frustrierten Anmerkung, dass es das nicht gibt, kamen im besten Fall wieder Lösungsansätze mit halluzinierten Komponenten heraus. Sehr knuffig fand ich auch den Hinweis, dass ich das einfach mit dem Command sales-channel:add-category machen könnte. Unnötig zu erwähnen, dass es das Command nicht gibt. Oder?

Wie auch immer. In den gut anderthalb Stunden hat mir kein LLM eine brauchbare Lösung anbieten können. Und ich musste doch wieder selbst denken. Also dank LLMs wieder Zeit in den Wind gerotzt, die ich hätte sinnvoller nutzen können.

Du bist auch so’n Künstler, ey!

Mir ist es ja ziemlich egal, ob jemand seine Blog Posts mit einem KI-Bildchen schmücken möchte. Mein Fall ist es nicht, aber jeder ist seines Blogs Schmied. Und demzufolge geht es mich ja auch nix an.

Skurril wird es aber, wenn so ein Vollzeitkomiker anfängt sich als Künstler zu betrachten, nur weil’s gelingt einer LLM ein Bildchen zu entlocken, das ungefähr so aussieht wie gewünscht. Es mag eine – klitzekleine – Herausforderung sein, die Wünsche schriftlich so zu verfassen, dass der Converter es ordentlich verarbeiten kann. Aber ebenso müssten die Wünsche einem echten Künstler präzise vermittelt werden. Und zu was macht einem das? Richtig! Zu einem Auftraggeber aber ganz sicher nicht zu einem Künstler.

Natürlich ist es kostspieliger einen echten Menschen zu beauftragen etwas Neues und Kreatives zu vollbringen. Und ganz ehrlich, für so ein Blog Bildchen reicht dann doch auch ein billiger, seelenloser KI-Furz

AI Firlefanz

Bei all meiner Skepsis gegenüber dem AI-Firlefanz bin ich aber bisher nicht auf die Idee gekommen, AI-Bots über die robots.txt zu verscheuchen.

Bei Dark Visitors nimmt man das wohl ziemlich ernst und es werden AI-Agenten gesammelt. Wenn man sich registriert, kann mit einem WordPress-Plugin über die API von Dark Visitors eine robots.txt mit den Agents aus deren Sammlung erstellt werden.

Ja, ich weiß auch nicht, ob man das unbedingt haben muss. Mir ist es ja ziemlich Wumpe, ob ein AI Data Scraper mein Gerede abholt. Und die Fotos sind ohnehin Public Domain.

Was’n das für’n AI-Quatsch?

Oder was auch immer…

Seit einer Weile bekomme ich bei Tidal solche schäbigen Entspannungs- und Mindfulness-Sachen untergejubelt. Die Musik klingt generiert und die Cover sehen stark nach dem AI-Schmierfinken Dall-E aus. In der Liste der Künstler befindet sich idR. einen mir bekannter Künstler (eg. Sync24 oder Ascendant) und der Rest hat weder Credits noch eine Bio. Vermutlich weil es die auch nicht gibt.

Ich habe ja stark das Gefühl, es handelt sch dabei um AI generierten Inhalte. Schätze, man muss sich weniger Sorgen um eine zukünftige allgemeine künstliche Intelligenz machen und die Menschheit à la Terminator vernichten will. Viel wahrscheinlicher ist es doch, daß ein dem schnöden Mammon verfallener Einfaltspinsel die bestehenden LLM Systeme benutzt und die Menschheit mit Müll zuschütten bis wir dran ersticken.

Habe mich kaum getraut diesen Eintrag mit Musik zu taggen…