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Tamrac Velocity 8x

Nachdem ich jahrelang mit der Tamrac Velocity 7x sehr zufrieden war, obwohl das Tragekonzept als Sling Bag nie wirklich aufgegangen ist – dafür passt der Trägergurt einfach nicht, so habe ich die Tasche als eher als Messgener Bag getragen – kam mit der größeren und schwereren D800 die Velocity 8 ins Haus.

Das Gewicht der kleineren Velocity 7 mit dem kleinen und leichten Pentax Equipment (K-7/5 und Limited Gläser) war so ziemlich im Rahmen und auch über sehr lange Zeit gut zu tragen. Das hat sich nun mit der D800 und den soliden Zeiss Gläsern geändert.

Mal davon abgesehen, dass die Velocity 8 natürlich ein wenig größer und somit auch sperriger ist, überschreitet die gepackte Tasche wohl das zulässige Gesamtgewicht der Tragfähigkeit meiner rechten Schulter, denn nach einem Tag in der Stadt wußte ich abends nicht was mir mehr weh tut, meine Füsse oder die Schulter. Egal wie ich den Tragegurt eingestellt habe, nach einer Weile wurde es immer unangenehm. Und so komme ich wohl nicht umher der Tasche die rote Karte zu verpassen und sie spielt beim nächsten Trip nicht mit. Genau genommen bin ich mir ziemlich sicher, dass es das Ende ihrer Karriere bedeutet.

Als Alternative habe ich mir den f-stop gear Kenti ausgeguckt und bestellt. Nach der Photokina hatte ich eigentlich eher an einen Loka gedacht, aber f-stop hat derzeit wohl Probleme mit den Internal Camera Units (ICU) für die größeren Rücksäcke hinterherzukommen und ausserdem sollte der Kenti so gut wie immer als Handgepäck durchgehen und auch im alltäglichen Einsatz eine gute Figur abgeben.

Ich bin mal gespannt, wann der Rucksack hier eintrifft und wie er sich in der Praxis machen wird.

Pentax K-50 / K-500

Das mögen vielleicht ganz nett und gute Entry Level Kameras sein, aber nicht wirklich das, worauf man gewartet hat. Wobei die Zielgruppe doch neulich erst eine K-30 gekauft hat und sich die Spezifikationen recht ähnlich lesen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es wieder der gleiche getweekte 16 Megapixel APS-C Sensor mit aktualisiertem Prozessor ist. Was einmal funktioniert hat, funktioniert immer…

Auf der Pentax Produktseite findet man zZ. sechs Kameras mit einem 16 Megapixel APS-C Sensor, mit einer Preisspanne von ca. 500 € (K-500) bis ca. 1200 € (K-5IIs). Man könnte sagen, in den beiden Preissegmenten ist es bei Pentax gut bestellt.

Haltesystem: Peak Design Capture

Capture von Peak Design ist ein Haltesystem für Kameras um diese an Gürtel oder Träger von Rucksäcken oder Taschen zu tragen. Capture besteht aus zwei Teilen, dem Clip zur Befestigung an einem Träger und einer Platte, die am Stativgewinde der Kamera angebracht wird. Mit einem Griff kann man die Kamera mit der Platte in den Clip einhängen und wieder herausnehmen.

Ein Verschluss hält die Kamera an ihrem Platz, wenn es mal ein wenig ruckelig wird. Zur Sicherheit kann die Platte noch mit einer Schraube fixiert werden, so dass auch der Verschluss die Platte nicht mehr freigibt.

Die Platte gibt es in drei Ausführungen um sie mit einem bereits vorhandenem Stativkopf benutzen zu können ohne die Platte gegen die Schnellwechselplatte des Stativsystems tauschen zu müssen.
Eine Platte nach Wahl gehört zum Lieferumfang und weitere können separat erworben werden.

  • Die MICROplate ist die kleinste und für spiegellose Kameras geeignet.
  • Die ARCAplate kann in Arca Swiss kompatible Halterungen befestigt werden.
  • Die DUALplate kann sowohl in Arca Swiss wie auch Manfrotto RC2 kompatible Halterungen angebracht werden.

Der Clip und die Platte sind aus Aluminium und machen auf mich einen ziemlich robusten Eindruck. Ich habe mich für die kleine MICROplate entschieden, da ich das Haltesystem für die NEX 7 benutze.

Wenn ich den Clip am linken Träger des Rucksacks befestige und die NEX 7 einsetze, ist das Gewicht kaum zu spüren. Würde ich die Kamera nicht im Augenwinkel sehen, würde ich kaum spüren, dass sie dort hängt.

Der Clip lässt sich zwar weit öffnen, so dass er auch auf dicken Trägern angebracht werden könnte, allerdings sind die Polster meiner Rucksackträger zu breit für den Clip. Aber an den den Halteriemen des Trägers hängt er allerdings auch sehr gut.

Ich habe es auch mal mit schwereren Kameras ausprobiert und es funktioniert auch solang das Gegengewicht des Rucksacks auf dem Rücken entsprechen groß ist. Mit der Pentax K-5 und DA* 16-50 klappt’s sehr gut. Die D800 mit angesetzten Makro Planar 100 ist allerdings schwer genug um bei einem leeren Rucksack ein leichtes Ungleichgewicht auszulösen.
Bei beiden Knipsen würde sich allerdings eine der beiden größeren Platten anbieten.

Alles in Allem ist das System sehr praktisch und gut genug verarbeitet, dass ich ausreichend Vertrauen darin habe und meine NEX 7 einhängen kann ohne Bauchschmerzen zu bekommen.

Systemwechsel. Nikon D800.

Nikon D800 // Carl Zeiss T* Makro Planar 2.0/100mm ZF.2

Vom ersten Gedanken an einen Systemwechsel bis zur Durchführung hat es zwar eine Weile gedauert, aber nun habe ich mich vor wenigen Wochen für Nikon entschieden. Zur Option standen die Canon 5DMk3 und Nikon D800.

Nachdem ich zahlreiche RAW Aufnahmen beider Kameras verglichen habe, konnte ich mich letzten Endes für die D800 entscheiden. Obwohl ich das Gehäuse der 5D etwas griffiger finde, hat der höhere Dynamikumfang und das ordentliche Rauschverhalten der D800 dann den Ausschlag gegeben. Wobei ich denke, das man als Umsteiger von einem dritten System mit keiner der beiden Kameras in die Toilette greifen kann.

Bisher habe ich den Kauf der D800 keinesfalls bereut und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kann man sich sehr gut mit der Knipse zurecht finden.

Als erste Gläser gab es ein Nikon AF-S 50mm F/1,4G und das Carl Zeiss Makro Planar 2/100 ZF.2 dazu. Letzteres war mit ein Auslöser nun endlich mal den Wechsel in Angriff zu nehmen.

  • Der Autofokus ist um Längen schneller und präziser als bei der K-5. Auch der Fokusindikator (>o<) arbeitet auf den Punkt. Das Makro Planar 2/100 lässt sich damit sehr gut manuell fokussieren. Auch manuelles Fokussieren des 50mm bei F/1,4 hat eine erfreulich hohe Trefferrate. Mit der K-5 fand ich es gerade zu grausam schnelle Gläser zu fokussieren.
  • Wie es scheint ist mein Exemplar (Seriennummer 608xxxx) aus einer Baureihe, die nicht mehr von den fehlerhaften linken Autofokuspunkten betroffen ist. Zumindest konnte ich mit dem 50mm F/1,4 keine Probleme erkennen, oder der AF ist mit Fehler präziser als der AF der Pentax K-5 ohne Fehler.
  • Das Genörgel man bräuchte einen neuen Rechner und neue Festplatte zu Duzten ist Blödsinn. Lightroom auf meinem ollen MacBook Pro (Ende 2009) behandelt die NEF der D800 auch nicht spürbar langsamer als die 24 Megapixel RAW Dateien der Sony NEX-7.
  • Die Kamera ist größer und schwerer als alle anderen zuvor benutzen. Gerade in Verbindung mit dem Makro Planar kommt schon ein ordentliches Gewicht zusammen. Auf der einen Seite hat man ein ordentlich was in der Hand. Auf der anderen Seite kann ich mir vorstellen, dass das zusätzliche Gewicht auf längeren Touren durchaus nervig werden kann.
  • Und natürlich brauchte ich eine neue Tasche. Die Tamrac Velocity 7 ist ein bisschen zu eng und so habe ich mich für die Velocity 8 entschieden. Ist etwas weiter und die D800 passt perfekt hinein und es bleibt ausreichend Platz für weitere Utensilien.
  • Der unselige und pixelige LiveView bei maximaler Vergrößerung ist leider keine Übertreibung sondern entspricht der Wahrheit. Allerdings ist es nicht ganz so dramatisch wie ich anfangs befürchtet hatte. Mit dem Makro benutze ich maximal die mittlere Vergrößerung, wenn über den Liveview die Kamera ausrichte und fokussiere.

Damit bin ich dann wohl für den Frühling gerüstet.

Sony SEL35F18 OSS

Update vom 4.3.2014: Das Sony SEL35F18 neben der Sony NEX-7 mit Kit in Schwarz und Novoflex Adapter NIK/NEX und PENT/NEX stehen zum Verkauf. Wer Interesse hat, kann sich gern per E-Mail mit Preisvorschlägen melden. Verkaufe die Sachen auch einzeln.
Die Geräte sind mittlerweile verkauft.

Erste Eindrücke (5.1.2013)

Vorgestern habe ich dann das erste SEL35F18 ergattert, das meinem Fotohändler des Vertrauens vorlag.

Waaaas!? Ein 35mm F/1.8 für 450 Euro?! Dafür bekomme ich ja zwei! Das könnte die erste Reaktion auf das neue 35mm von Sony sein. Allerdings haben die wenigsten 35mm SLR Objektive Bildstabilisierung und sind adaptiert an einer NEX um Einiges größer, und so habe ich mal zugegriffen und werde in den nächsten Tagen und Wochen mal sehen, was ich davon habe.

f/4 – 1/40s – ISO 800

Da ich Heute ein paar erste Testschüsse an der frischen Luft machen konnte, will ich auch nur meine ersten Eindrücke schildern:

  • Es ist sehr leicht und anders als die älteren E-Mount Objektive von Sony ist es leider aus Kunststoff; fühlt sich aber trotzdem erstaunlich gut an. Hatte da arge Bedenken, da ich Plastik nun mal nicht mag. Laut Herstellerseite ist das Objektiv aus einer Aluminiumlegierung gefertigt.
  • OSS ist klasse. Wenn’s denn nicht anders geht kann man mit eingeschalteten Steady-Shot bei ruhiger Hand noch bei einer 1/8 Sekunde eine halbwegs brauchbare Aufnahme machen. Die üblichen Rückler beim Filmen, die bei händischen Aufnahmen mit nicht stabilisierten Objektiven auftreten, werden hervorragend kompensiert.
  • Der Fokusring ist zwar ganz angenehm gedämpft, aber dennoch ist er mechanisch nicht mit dem Linsensystem verbunden. Aber das ist ja eine alte Geschichte, dass die meisten Systemobjektive für spiegellose Knipsen einen sog. wired focus haben. Ergo hat das Dingelchen auch keine Hyperfokalskale; eigentlich hat es keinerlei Anzeigen. Momentan neige ich beim manuellen Fokussieren dazu auch mal in die falsche Richtung zu drehen. Das bedarf wohl noch ein wenig der Gewöhnung.
  • Der AF tat bisher immer in etwa das, was es auch tun sollte. Bricht nun wirklich keine Geschwindigkeitsrekorde, kommt aber dafür auf den Punkt.
  • Zur Abbildungsleistung will ich im Augenblick noch gar nicht so viel sagen, aber auf den ersten Blicken war es zumindest keine Enttäuschung. Weder offen noch abgeblendet.
f/8 – 1/50s – ISO 400

Akkuleistung (6.1.2013)

An sich liegt es ja auf der Hand, dass bei aktiviertem Steady-Shot und Autofokus mit einer Akkufüllung ein paar weniger Bilder gemacht werden können, als beim Anschluss eines adaptierten Glases. Es ist vielleicht noch etwas zu früh, eine Regel ableiten zu können. Aber gegenwärtig erscheint mir ein Viertel weniger ein plausibler Wert zu sein. Eigentlich kann man dem Akku über prozentualen Anzeige beim Entladen zuschauen.

Wie bei den meisten Bildstabilisierungssystemen macht es gewiss Sinn, diese nur zu aktivieren, wenn es die Länge der Belichtungszeit erforderlich macht.

Bei der Pentax Shake Reduction fällt es tatsächlich auf, wenn man bei ziemlich kurzen Belichtungszeiten das SR System aktiviert lässt, können Aufnahmen mitunter einen Hauch weniger scharf werden.

Bokeh (6.1.2013)

Bei geringer Tiefenschärfe sind die unscharfen Bereiche erfreulich weich und schön ruhig. Habe da schon Schlimmeres gesehen und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Bislang hatte ich noch keine Situation, bei der im unscharfen Bereich ausgeprägte Zerstreuungskreise hätten entstehen können. Bin mal gespannt, wie diese rüberkommen.

f/1.8 – 1/80s – ISO 100
f/1.8 – 1/80s – ISO 100
links: Voigtländer Nokton Classic 35mm F/1,4 MC (f/1.4 – 1/500s – ISO 100)
rechts: Sony SEL35F18 (f/1.8 – 1/1250s – ISO 100)
Sony NEX 7 / SEL35F18 OSS bei Frost auf einer Parkbank
Sony NEX 7 & SEL35F18 OSS
bei Frost auf einer Parkbank

nördliches Ruhrgebiet

Panorama vom nördlichen Ruhrgebiet

Der Blick vom Tippelsberg über das nördliche Ruhrgebiet. Aufgenommen bei zu hartem Sonnenlicht mit der Schwenkpanoramafunktion der Sony NEX-7 und einem Voigtländer 1,4/35mm MC. Die Aufnahme ist unbearbeitet direkt aus der Kamera und lediglich auf eine Höhe von 800px skaliert.

Die große Version hat eine Größe von 4606 × 800 Pixel und ist mal ohne das PrettyPhoto Plugin verlinkt, da es damit auch nur angepasst an die Größe des Browserfensters angezeigt würde.
Der eine oder andere Browser skaliert große Bilder auf Fensterbreite, also evtl. einmal draufklicken.

Photokina 2012: Neue Sony E-Mount Objektive

Aber auch Sony scheint mit neuen E-Mount Objektiven endlich aus den Pötten zu kommen. Auf der Messe waren dann die drei neuen zu begutachten:

Das war zwar das erste Mal, dass ich so ein kleines Pancake Powerzoom Objektiv in der Hand hatte, aber übermäßig reizvoll finde ich es nicht. Interessant könnte das 1.8/35mm als günstige Alternative zum Carl Zeiss 1.8/32mm sein. Das Sony wird wohl etwas weniger als die Hälfte kosten.

Finish und Verarbeitung sind vergleichbar mit den vorhandenen E-Mount Objektiven von Sony im Besonderen vergleichbar mit dem schwarzen Kit, das die NEX-7 begleitet. An diversen Stellen habe ich nun gelesen, dass die drei Neuen aus Kunststoff gefertigt sein sollen. Es mag zwar mittlerweile recht hochwertige und stabile Kunststoffe geben, aber sicher fühlen die sich eher nach Plastik an als Aluminium. Naja, mal sehen. Wenn ich das erste Mal eins der Modelle in der Hand habe, werde ich sehen, was ich davon dann halte.

Sony SEL35F18

Photokina 2012: f-stop

Auf meiner ständigen Suche nach dem ultimativen Fotorucksack führte mich mein Weg bei f-stop vorbei. Den f-stop Guru hatte ich schon seit einer Weile im Auge und konnte mich dann vor Ort von der Qualität und dem Tragekomfort überzeugen.

Als Alternative zum Guru habe ich mir noch das Modell Kenti mit einem praktischen seitlichen Zugang zur Kamera und das Modell Loka angesehen, das auch Platz für etwas mehr bietet. Eins der Vorführmodelle vom Loka war mit Wasserflaschen mit einem Gewicht von 12 kg gefüllt und fachgerecht auf dem Rücken platziert, trägt sich der Rucksack auch mit dem Gewicht, noch sehr angenehm. Sitzt sehr gut am Rücken, hat natürlich Hüft- und Brustriemen zum Fixieren und ordentliche Schulterriemen. Selbiges gilt auch für den Guru, der aber dabei um einiges kleiner ist. Die Reißverschlüsse vom Zugang am Rücken spürt man beim Tragen nicht.

Sowohl Luka als auch Guru lassen sich mit einem oder mehreren sog. ICU ausstatten. Das sind austauschbare, gepolsterte Taschen in verschiedenen Größen, von denen sich eine oder mehrere im Rucksack anordnen lassen. Dh. bei schmalem Equipment nimmt man eine kleinere ICU und hat mehr Raum für anderes, und bei mehr Equipment halt andersherum. Sehr praktisch und bietet doppelten Schutz gegen Stöße und Umwelteinflüsse. Das Modell Kenti bietet nicht die Möglichkeit, mit verschiedenen ICU konfiguriert zu werden, ist aber dafür auch deutlich günstiger.

Photokina 2012: Carl Zeiss / Sony

Sehr schöne Nachrichten zur Photokina gab es auch von Carl Zeiss, nämlich drei Autofokus Objektive für das Sony E-Bajonett und Fujifilm X-Bajonett: 1.8/32mm, 2.8/12mm und und 2.8/50mm.

Zu sehen gab es Prototypen, die im schlichten, schwarzen und soliden Metall daherkommen. Das Linsensystem ist vom Fokusring entkoppelt. Der sog. Wired Focus ist seit m4/3 kaum mehr eine Neuerung, auch die vorigen Linsen für den E- und X-Mount werden auch diese Weise gesteuert. Einerseits finde ich den Wired Focus ganz nett, da manuell in den AF Betrieb eingegriffen werden kann, wie ich das vom sog. Quick Shift Focus der Pentax DA(*) Serien gewohnt bin. Ich vermute mal, der Wired Focus könnte kostengünstiger zu bauen sein, da anders als bei Pentax keine mechanische Verbindung zum Linsensystem bestehen muss. Andererseits ist es schon etwas tricky auf unendlich zu fokussieren, da der Fokusring keinen Anschlag hat.

1.8/32mm finde ich extrem reizvoll. Brennweite und Blende erinnern mich sehr an das Pentax FA 31mm F/1.8, das ich aufgrund der gebotenen Perspektive sehr gern am APS-C Sensor benutze. Aber allein die beiden Werte sagen ja noch nicht allzu viel über ein Glas aus. Ich bin sehr auf erste Tests und Berichte zu den drei neuen CSC Linsen und speziell zum 32mm gespannt.

Carl Zeiss Lenses – Dr. Pollmann about the new lens family for mirrorless cameras

Mit Hr. Dr. Pollmann von Carl Zeiss Lenses hatte ich auf der Photokina auch kurz das Vergnügen, der sich sehr geduldig den Fragen der interessierten Besucher gestellt hat.

Schelle und Adapter

Seit ein paar Tagen benutze ich nun einen Novoflex NEX/PEN Adapter zum Anschluss aller Pentax-Objektive (auch DA). Zur Entlastung des Bajonetts an der Kamera kam dann noch die passende Stativschelle für den Adapter hinzu.

Mein erster Noname-Adapter aus dem fernen, fernen Osten, den ich mir damals mit der NEX-5 zugelegt hatte, hatte einen fest montierten Sockel mit einem DIN-4503-Gewinde, um das Gezuppel auf auf eine Wechselplatte oder sonstwo daran zu schnallen, all das für entspannte 40 Tacken.

Nach kurzem Gebrauch stellte sich allerdings heraus: So fest war der Sockel gar nicht montiert, der fing nämlich derbst an zu wackeln, denn befestigt war der nur mit zwei zarten kleinen Schräubchen, die den regelmäßigen Gebrauch seelisch wohl nicht verkraftet haben und in Rente gingen. Also Sockel ab, Löcher zugeklebt. Das ist halt auch nicht der Knüller, wenn Licht in den Adapter kommt, oder Staub oder Insekten oder miniaturisierte Zombies.

Nachdem ich dann noch ein paar andere Adapter mit und ohne Blendensteuerung ausprobiert hatte, bei denen dann die Anschlüsse zu wackelig waren oder sie keine Blendensteuerung hatten, habe ich dann in den sauren Apfel gebissen und mir den Adapter und die passende Schelle von Novoflex zugelegt. Der passte dann perfekt und die Blendensteuerung läuft auch smooth, zwar stufenlos, aber immer noch besser als gar nicht.

Die Stativschelle finde ich sehr sinnvoll, da bei schwerem Glas schon eine erhebliche Kraft auf das Bajonett und vor allem den Stativanschluss der Kamera wirkt. Und ganz ehrlich, dem kleinen Gewinde im Boden der NEX-7 schenke ich kein großes Vertrauen, wenn es darum geht, großen Belastungen standzuhalten. Im Sony NEX Talk Forum auf Digital Photography Review habe ich nun schon ein paar Threads zum Thema gebröselter Stativanschluss bei der NEX-7 gelesen und möchte das an meinem Modell natürlich vermeiden. Aber die Schelle hat noch einen weiteren Vorteil: Die Kamera lässt sich in der Schelle natürlich problemlos drehen, sodass man ohne viel Aufwand oder L-Stück schnell von Quer- in Hochformat ändern kann – oder was dazwischen.

NEX-7 Sweep Panorama

Je häufiger ich die NEX-7 benutze, desto mehr gefällt mir die Kamera. Auch wenn ich ansonsten kein großer Fan von Sony bin, aber die NEX Serie ist wirklich ein Knüller.

Auf dem Weg zum Botanischen Garten an der Ruhr Uni bin ich an der Mensa vorbei gekommen und habe dort auf dem Balkon die Schwenk Panorama ein weiteres Mal ausprobiert. Beim Sweep Panorama kann man sich entscheiden in welche Richtung die Kamera bewegt werden soll; recht/link und oben/unten. Anstelle von oben/unten kann man die NEX dann natürlich auch im Hochformat benutzen und seitlich bewegen, was dann nicht ganz so elendig breite Panoramen zur Folge hat.

Die Fotos wurden alle mit einem Voigtländer Nokton 1,4/35mm mit F/8 gemacht. Die ersten beiden im Querformat und die beiden letzten im Hochformat.
Im Querformat werden die Fotos 8192×1856 und im Querformat 3872×2160. Diese wurde auf eine Breite von 1600 Pixel skaliert, was dann auch die einige Nachbearbeitung mit Lightroom ausmacht. Im Großen und Ganzen kann man sagen, skaliertes Jpegs direkt aus der Kamera.

Die Resultate sind für meinen Begriff sehr gut, wenn ich bedenke, dass die Serien mal locker aus der Hüfte geschossen wurden. Kein Stativ mit Panoramakopf oder andere wilde Sachen. Nur kurz die Blende eingestellt, fokussiert und frei nach Gefühl mit freier Hand aufgenommen. Selbst beim Audimax gibt es keine unangenehmen Ansätze zu sehen und die Belichtung, die abgesehen von der manuellen Blende automatisch erfolgt, ist auch OK.

Der passende Kartenausschnitt auf Google Maps.

Panorama
Blick auf Bochum Stiepel

Panorama
Blick auf Witten Herbede/ Vormholz (denke ich)

Panorama
kleines Gehöft über dem Lottetal

Panorama
Audimax der Ruhr Uni

NEX-7 Antialias Filter

animiertes GIF, mit ohne ohne Prostprocessing

Das ganze Foto auf Flickr – die Schlieren sind tatsächlich in der Gitterstruktur und sind nicht durch das Aliasing bedingt.

Der Antialiasing-Filter vom Sensor der NEX-7 scheint idT. nur sehr schwach zu sein, was ja nicht unbedingt neu ist und man in verschiedenen Blogs in den letzten Monaten schon lesen konnte, eg. Sony NEX-7 First Impressions (The Luminous Landscape). Darüber hinaus war es in der NEX-5 nicht anders. Als ich das erste Mal Fotos der NEX-5 mit der Pentax K-7 (beide 14MP) vergleichen habe, ist mir nicht umsonst die Kinnlade heruntergefallen. Und auch die Fotos der NEX-7 sprühen geradezu vor Schärfe und Details.

Unterm Strich ist mir der schwache Filter mit dem gelegentlichen Einsatz des LR 4 Korrekturpinsel für Moiré (How to Reduce Moiré in Lightroom 4) und damit verbundene höhere Auflösung lieber als ein »richtiger« Filter und dafür, wenn auch nur kaum sichtbare, Einbußen bei der Bildqualität.

Aber jetzt genug Technikgewäsch, denn viel schöner als über Fototechnik zu reden und Pixelpeeding ist das Fotografieren selbst 😉

klein ist fein

Ist das klasse! Mit einer kleinen Systemknipse kann man mitten in der Stadt wild durch die Gegend knipsen und wirklich niemand nimmt Notiz. 
Hat man eine große dSLR in der Hand, kommt andauernd dummes Gerede wie: »Komm ich jetzt ins Fernsehen?«