Als ich damals Fight or Flight geschaut habe, fühlte ich mich entfernt an Bullet Train erinnert und hätte den damals gern noch einmal im Anschluss geschaut. Der war zu dem Zeitpunkt auf Prime Video nur gegen Kohle zu sehen, und dazu hatte ich dann keine Lust. Aber seit wenigen Tagen habe ich wieder ein Netflix-Abo und ich konnte mir Bullet Train erneut anschauen. Ja, ist IMHO doch eine Ecke besser als Fight or Flight.
Anstelle, den Sonnenuntergang direkt zu fotografieren, kann es auch mal schick sein, den Sonnenuntergang im Rücken zu haben und die von der untergehenden Sonne angestrahlten Wolken mit einem Motiv zu verbinden.
Das Foto zeigt den Blick von der Accademiabrücke (OpenStreetMap) in Richtung Santa Maria della Salute und Punta della Dogana. Es gibt vermutlich kein abgegrasteres Motiv in ganz Venedig. Ich habe es selbst schon 1000 Mal festgehalten. Aber das hält mich nicht davon ab, jedes Mal aufs Neue den Auslöser zu drücken. In diesem Fall sind es offensichtlich die Wolken, die mich gereizt haben. Denn am Tag ist das Motiv zwar auch wunderschön, aber bei weitem nicht so stimmungsvoll.
Santa Maria Della Salute Am Nachmittag
Dieses Foto wurde am späten Nachmittag gemacht, während ich die Brücke einfach nur überquert habe, um von einem Stadtteil in den anderen zu gelangen.
Aber was viele Postkarten selten zeigen: dieses kurze Fenster nach Sonnenuntergang, in dem der Himmel von zartrosa in ein schmutziges Violett kippt und die Kuppel von Santa Maria della Salute fast schon nebensächlich wird, weil über ihr gerade das ganze Wetter passiert. Die Lichter an den Palazzi gehen an, das Wasser ist erstaunlich ruhig, und mit ein bisschen Glück ist der sonst so überlaufene Kanal für ein paar Minuten fast leer.
Eine violettfarbene Schwertlilie mit fein geäderten, hell-silbrig schimmernden Blütenblättern vor tiefdunklem, fast schwarzem Hintergrund. Einige sind bereits leicht welk.
Es könnte sich um eine Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) handeln. Aber ich muss sagen, die sehen sich alle relativ ähnlich.
Bei meinem letzten Besuch in Venedig war ich häufig in den Abendstunden nach Sonnenuntergang unterwegs. Eine Schwarzweißaufnahme der Ponte dei Sospiri (Seufzerbrücke) in Venedig. Die hell angestrahlte Brücke spannt sich über den dunklen Rio di Palazzo, im Hintergrund eine kleinere Brücke mit wenigen Silhouetten von Passanten.
Hier sehen wir eine Ringelnatter oder Würfelnatter, wie sie auf der Suche nach Nahrung durchs Wasser gleitet.
Um sanfte Gemüter nicht zu erregen, zeige ich den Fang mal nicht.
Nein! Quatsch. Ich habe den Augenblick verpasst, als sich die Natter auf den Molch gestürzt hat. Da stehe ich eine Dreiviertelstunde dort herum, um genau diesen Augenblick festzuhalten, und dann bin ich nur eine Sekunde abgelenkt und verpasse alles.
Natter mit Molch
Sie hat sich einen Molch geschnappt und verzieht sich mit ihrer Beute in das dichte Gewächs.
Nachdem sich bei meiner ultimativen Streaminghardware vor Jahren das Display gelöst hat und ich es „professionell“ selbst geklebt habe1, hatte ich heute auf einmal den Hauptschalter in der Hand. Ich habe das Gefühl, dass das Renteneintrittsalter für mein G8 gerade gesunken ist.
Das Dings werde ich ganz sicher irgendwann verlieren.
G8 Und Schalter
Es sind kaum Reste des Klebers an den Rändern des Displays zu erkennen. ↩︎
Es ist ein alter Hut, dass ein Foto in der Regel interessanter wird, wenn man ein Motiv am Wasser auf Augenhöhe fotografiert. Meine Knie sehen das ganz anders. Wenn ich mehr als ein paar Minuten in der Hocke sitze, brauche ich gar nicht erst zu versuchen, wieder ordentlich aufzustehen. Dann muss ich erst mal die Kamera beiseitelegen und irgendwie versuchen, wieder auf die Beine zu kommen. Ja, man wird nicht jünger.
Das Foto des einzelnen Froschs war einer dieser Momente, in denen alles passt: ruhiges Wasser, die feine Wellenkrone um den Kopf, die Spiegelung darunter beinahe perfekt. Das zweite Foto ist mir aber fast lieber. Die beiden scheinen sich gut leiden zu können, und rechts ragt dieser eine Stängel wie ein Ausrufezeichen ins Bild.
Mein Wasserkocher fängt an, erste Zeichen von Unzuverlässigkeit zu zeigen. Ich schalte ihn ein und es tut sich zunächst nichts. Ich muss die Kanne von der Bodenplatte nehmen und wieder draufstellen, bis der Kocher sich bequemt, seiner Aufgabe nachzukommen.
Das ist nun erst mal kein Ding. Aber seien wir doch mal ehrlich. So fängt es an. Diese kleinen Vertrauensbrüche zu Beginn und dann kommt eines Tages der große Knall: das totale Versagen. Weggeworfen auf den Elektroschrott nach so vielen Jahren der Zusammenarbeit.
Die Staubbeutel (Antheren) an den Staubfäden sind bei der Aquilegia vulgaris typischerweise gelb wegen des Pollens. Sobald die Antheren ihren Pollen abgegeben haben oder noch nicht geöffnet sind, erscheinen sie deutlich dunkler. Vermutlich.
Ja, es geht wieder los. Ich war heute wieder an den Teichen. Aber mehr als ein paar Mandarinenten gab es nicht zu sehen. Aber das ist okay. Männliche Mandarinenten sind immer ein schönes Motiv. An diesem Foto hat mich die beinahe vollständige Spiegelung der Ente gereizt. Auch wenn noch ein wenig zu viel Zeugs im Wasser herumschwimmt. Aber immer noch besser als ein grüner Algenteppich.
Es lohnt sich immer, vor die Tür zu gehen. Auch wenn man mal kein Foto mitbringt, war man zumindest in der Natur und an der frischen Luft.
Gestern war es dann wieder so weit. Die Wiese war gerade wieder auf dem Weg, ein Ökosystem und Heimat vielerlei Leben zu werden. Aber nicht mit der Vonovia. Was keine Miete zahlt, kommt weg. Und so dröhnte ein Rasentraktor über die belebte Wiese und rasierte sie blank.
Taube Im Baum
Noch ist es still und die Taube sizt entspannt im Baum.
Vorher
Die Wiese vorher.
Nachher: Eine Rabenkrähe (Corvus corone) auf der gemähten Wiese.